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LANDSHUT
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Aktive und passive Ankerbemessung in Landshut – Geotechnische Sicherung von Baugruben und Böschungen

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Landshut wächst seit dem 13. Jahrhundert kontinuierlich von der Altstadt auf die Hänge des Tertiärhügellands hinaus. Der Baugrund wechselt hier abrupt: Auf den quartären Kiesen der Isar stehen plötzlich feinkörnige, teils steife Schluffe und Tone an, die bei Tiefbauvorhaben sofort Nachweise für die Standsicherheit erfordern. Wer heute an der Wittelsbacherhöhe oder im Gewerbegebiet Münchnerau eine Baugrube plant, braucht eine Verankerungsbemessung, die diesen geologischen Sprung präzise abbildet. Unser Labor erarbeitet die Bemessung aktiver und passiver Anker nach Eurocode 7 und DIN EN 1997-1:2009, ergänzt durch die regionalen Erfahrungen aus Jahrzehnten Baupraxis im Isar-Donau-Raum. Gerade die oft unterschätzten Kohäsionsverluste nach Niederschlägen in den Landshuter Hanglagen machen eine konservative, aber wirtschaftlich optimierte Ankerauslegung unverzichtbar. Für eine vollständige Baugrunderkundung kombinieren wir die Verankerungsbemessung oft mit einer SPT-Bohrung, um die Lagerungsdichte der tieferen Sand- und Kiesschichten verlässlich zu bestimmen.

Im Landshuter Tertiärhügelland entscheidet die realistische Abschätzung der Kohäsion über die Wirtschaftlichkeit der gesamten Ankerbemessung.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Ein klassischer Fehler in Landshut ist die pauschale Annahme eines homogenen Baugrunds über die gesamte Aushubtiefe. In den Auen nördlich der Isar liegen unter Auffüllungen des 19. Jahrhunderts oft gering tragfähige Auelehm-Schichten, die eine vollkommen andere Ankergeometrie erfordern als die kompakten Riss- und Lösslehme am Hofberg. Unsere Bemessung unterscheidet deshalb strikt zwischen aktiven Ankern, die die Verformung des Verbaus kontrollieren, und passiven Ankern, die erst bei eintretenden Bewegungen Kräfte aufnehmen. Wir modellieren das Zusammenwirken beider Systeme mit der Finite-Elemente-Methode und berücksichtigen dabei: den Grundwasserstand in Abhängigkeit vom Isar-Pegel, die Setzungsempfindlichkeit der angrenzenden Bebauung – in der Altstadt oft mittelalterliche Fundamente – und die Vorspannkraftverluste durch Kriechen im bindigen Tertiärboden. Das Ergebnis ist eine ausführungsreife Statik mit exakten Stahllängen, Verpresskörpergeometrien und Prüflastvorgaben, die jedem Nachtragsrisiko den Boden entzieht.
Aktive und passive Ankerbemessung in Landshut – Geotechnische Sicherung von Baugruben und Böschungen
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

In Landshut setzen wir für die Injektionsarbeiten modernste Hochdruckpumpen mit automatischer Mengen- und Druckaufzeichnung ein. Der Mantel des Ankers wird über Packer stufenweise verpresst, beginnend am tiefsten Punkt des Bohrlochs. Entscheidend in den hiesigen gemischtkörnigen Böden: Der Verpressdruck muss so hoch sein, dass der Porenraum um den Anker herum homogen verfüllt wird, ohne jedoch hydraulische Risse zu erzeugen, die in der steifen Tertiärschicht unkontrolliert aufreißen könnten. Ein Problem, das speziell im Landshuter Osten zwischen A 92 und B299 auftritt, ist die Verkarstung im Weißjurakalk, die in größerer Tiefe ansteht und plötzliche Spülverluste während der Bohrung verursacht. Unser Bohrteam erkennt dies sofort an den Rücklaufwerten und stellt die Verpressrezeptur in Echtzeit um – eine Erfahrungskompetenz, die kein Standardprogramm ersetzen kann. So stellen wir sicher, dass jeder Anker die geforderte Gebrauchstauglichkeit über die gesamte Nutzungsdauer des Bauwerks behält.

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Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2009-09 – Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 1: Allgemeine Regeln, DIN EN 1537:2013-08 – Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau – Verpressanker, DIN 1054:2010-12 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau – Ergänzende Regelungen zu DIN EN 1997-1, EAB – Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' der DGGT, EAU – Empfehlungen des Arbeitsausschusses 'Ufereinfassungen'

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
AnkertypenAktiv (vorgespannt) und Passiv (Verpressanker, Dywidag-Stabanker)
BemessungsnormEurocode 7 (DIN EN 1997-1:2009), DIN EN 1537:2013-08
NachweisverfahrenTE 2 und TE 3 (GZ 1B, GZ 1C, GZ 2) nach EAB
BodenmodellierungMohr-Coulomb mit effektiven Spannungen (dilatant/dilatantes Verhalten)
BerechnungssoftwareGGU-Anchor, Plaxis 2D/3D, DC-Rüttel
KorrosionsschutzKlasse K1 bis K3 nach DIN EN 1537, abhängig vom Grundwasserchemismus
PrüfverfahrenEignungs- und Abnahmeprüfungen nach DIN EN 1537, Anhang B und C
Typische Verpressdrücke5 bis 20 bar, mehrstufige Nachverpressung im Tertiärschluff

Gängige Fragen

Was kostet eine Ankerbemessung für eine Baugrube in Landshut?

Die Kosten richten sich nach Anzahl der Ankerlagen, Baugrubentiefe und geotechnischer Kategorie. Für ein typisches innerstädtisches Bauvorhaben in Landshut mit zwei bis drei Ankerlagen bewegt sich der Aufwand für die Bemessungsstatik zwischen €990 und €3.500, abhängig vom erforderlichen Rechenmodell und dem Umfang der Prüfdokumentation.

Welche Bodenkennwerte brauchen wir aus Landshut für die Bemessung?

Entscheidend sind der Reibungswinkel und die Kohäsion der anstehenden Tertiärböden, die wir aus direkten Scherversuchen oder Triaxialversuchen ableiten. Zusätzlich benötigen wir die Korngrößenverteilung der quartären Kiese zur Festlegung der Verpressdrücke und den Grundwasserstand, der im Landshuter Talkessel stark vom Isar-Pegel abhängt.

Wie unterscheiden sich aktive und passive Anker in einem Landshuter Baugrubenverbau?

Aktive Anker werden direkt nach dem Einbau vorgespannt und nehmen die Erddruckbelastung sofort auf – ideal, um Verformungen in der empfindlichen Landshuter Altstadtbebauung zu minimieren. Passive Anker wirken erst, wenn sich die Verbauwand geringfügig bewegt; sie eignen sich für tiefere, weniger setzungsempfindliche Baugruben im Außenbereich, wo geringe Wandverschiebungen tolerierbar sind.

Welche Prüfungen sind bei Verpressankern in Landshut vorgeschrieben?

Nach DIN EN 1537 sind Eignungsprüfungen an mindestens 3 Ankern je Bodenart und Abnahmeprüfungen an jedem Daueranker Pflicht. In Landshut achten wir aufgrund der bindigen Tertiärschichten besonders auf das Kriechverhalten während der Prüfung, gemessen über die Spannungsrelaxation in der ersten Stunde nach Erreichen der Prüflast.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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