GEOTECHNIK
LANDSHUT
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Felddurchlässigkeitsversuch in Landshut – Lefranc- und Lugeon-Tests für Grundwasser und Injektionen

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Landshut dehnt sich seit den 1960er-Jahren kontinuierlich über die Terrassenkante der Isar aus. Die Burg Trausnitz steht auf massivem Molassefels, doch östlich der Altstadt folgen quartäre Kiese mit eingelagerten Schlufflinsen. Diese Wechsel machen den Felddurchlässigkeitsversuch unverzichtbar, sobald eine Baugrube tiefer als 3 Meter reicht oder Versickerungsanlagen geplant werden. Unser Labor führt den Lefranc-Versuch in Lockergesteinen und den Lugeon-Test im klüftigen Fels nach DIN EN ISO 22282-2 und -3 aus. Dabei messen wir den kf-Wert direkt im Bohrloch, ohne umgelagerte Proben. Gerade am Hangfuß des Hofbergs, wo Hangwasser den Porenwasserdruck erhöht, liefert die In-situ-Durchlässigkeit die verlässlichen Kennwerte für die Entwässerungsplanung. Die Kombination mit unseren Schürfgruben erlaubt zusätzlich die visuelle Ansprache der Schichtgrenzen, wenn Unsicherheiten im Schichtenverzeichnis bestehen.

Ein Lugeon-Wert unter 1 bedeutet nahezu dichtes Gebirge – über 5 Lugeon erfordert meist eine Injektionsplanung. Beides messen wir direkt im Bohrloch.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Der Unterschied zwischen einem Bauvorhaben in der Münchnerau und einem am Peter-und-Paul-Turm könnte geotechnisch kaum größer sein. In der Münchnerau dominieren sandige Niederterrassenschotter der Isar mit Durchlässigkeiten oft über 5×10⁻⁴ m/s, während am Hofberg verwitterte Mergelsteine anstehen, deren Klüftigkeit den Wasserweg steuert. Genau diese Diskrepanz zeigt, warum pauschale Literaturwerte in Landshut scheitern. Der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc wird bei konstantem oder fallendem Druck im Lockergestein gefahren, der Lugeon-Test mit fünf Druckstufen im Fels – beide Verfahren liefern die echte Gebirgsdurchlässigkeit in situ. Unser Messteam bringt eine druckkalibrierte Doppelpacker-Apparatur mit Datenlogger zum Einsatz. Wir protokollieren Druck, Volumenstrom und Zeit im 10-Sekunden-Takt. Die Auswertung erfolgt nach Hvorslev für Lefranc und nach Houlsby für Lugeon. Jeder Versuch wird mit Temperaturkorrektur der Viskosität versehen, wie es die DIN EN ISO 22282-1 verlangt. Die Ergebnisse gehen direkt in das hydrogeologische Modell des Bauvorhabens ein.
Felddurchlässigkeitsversuch in Landshut – Lefranc- und Lugeon-Tests für Grundwasser und Injektionen
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

In Landshut sehen wir oft, dass bei Vorbohrungen mit Spülung die Bohrlochwand verschmiert wird und der Lefranc-Versuch zu niedrige kf-Werte liefert. Deshalb bestehen wir auf klarem Wasser als Spülmedium ab 2 Meter über der Teststrecke. Ein zweiter kritischer Punkt sind die Isarhochwasser: Steigt der Flusspegel während der Messkampagne, verfälscht die veränderte Grundwasserpotenzialfläche die Druckhöhen im Lugeon-Test. Wir gleichen das mit kontinuierlichem Grundwassermonitoring über Datenlogger in Referenzmessstellen aus. Wer auf den Felddurchlässigkeitsversuch verzichtet und nur Laborversuche an gestörten Proben heranzieht, riskiert in Schotterkörpern Abweichungen um Faktor 10 bis 100. Die Folge: Unterdimensionierte Drainagen, Wasserzutritte in die Baugrube oder eine Versickerungsanlage, die im Starkregen überläuft. Die DIN 4094 verlangt für Versickerungsnachweise ohnehin den In-situ-Versuch – nicht verhandelbar.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22282-1:2012-09 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Geohydraulische Versuche – Allgemeines, DIN EN ISO 22282-2:2012-09 – Teil 2: Wasserdurchlässigkeitsversuche in einem Bohrloch unter Einsatz einer offenen Verrohrung (Lefranc), DIN EN ISO 22282-3:2012-09 – Teil 3: Wasserdruckversuche in Fels (Lugeon), DIN 4094-4 – Baugrund – Felduntersuchungen – Teil 4: Bohrlochrammsondierungen und Wasserdruckversuche, DWA-A 138 – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser (Verweis auf In-situ-Durchlässigkeit)

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Verfahren LockergesteinLefranc (konstante / fallende Druckhöhe)
Verfahren FelsgesteinLugeon (5 Druckstufen, Doppelpacker)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22282-2 (Lockergestein), -3 (Fels)
Messbereich kfca. 10⁻³ bis 10⁻⁸ m/s (apparativ bedingt)
Bohrlochdurchmesser76–146 mm (abhängig vom Gebirge)
Druckstufen Lugeon0.5 / 1.0 / 1.5 / 1.0 / 0.5 MPa (Standardprogramm)
DatenaufzeichnungDrucktransducer, 10-s-Intervall, Temperaturkorrektur

Gängige Fragen

Was kostet ein Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc in Landshut?

Ein einfacher Lefranc-Versuch in Lockergestein liegt preislich zwischen €610 und €850, abhängig von Tiefe, Bohrlochdurchmesser und Anzahl der Teststrecken. Lugeon-Versuche im Fels sind aufgrund der Doppelpacker-Technik und der fünf Druckstufen etwas aufwändiger.

Wann wird ein Lugeon-Test statt eines Lefranc-Versuchs eingesetzt?

Der Lugeon-Test kommt zum Einsatz, wenn geklüfteter Fels oder verwitterter Molassefels ansteht – typisch für den Hofberg und die Isarleite in Landshut. Der Lefranc-Versuch ist das Verfahren für quartäre Kiese und Sande, etwa in der Münchnerau.

Welche Norm ist für den Felddurchlässigkeitsversuch maßgebend?

Maßgebend ist die Reihe DIN EN ISO 22282: Teil 1 regelt die allgemeinen Anforderungen, Teil 2 den Lefranc-Versuch im Lockergestein und Teil 3 den Lugeon-Versuch im Fels. Zusätzlich ist die DIN 4094-4 für die Sondierung und die DWA-A 138 für Versickerungsnachweise zu beachten.

Wie tief muss das Bohrloch für den Versuch sein?

Das Bohrloch muss mindestens 3 Meter unter die geplante Teststrecke reichen, um ein ausreichendes Wasserpolster zu haben. Die Teststrecke selbst liegt in der Tiefe des Bauwerkseinflusses – in Landshut typischerweise zwischen 2 und 15 Metern unter Gelände.

Wie viele Versuche brauche ich für eine Versickerungsanlage nach DWA-A 138?

Die DWA-A 138 verlangt mindestens einen Versuch pro homogener Bodenschicht im Bereich der geplanten Versickerungsanlage. Bei heterogenen Schotterkörpern, wie sie in der Isarniederung vorkommen, empfehlen wir mindestens drei Versuche auf unterschiedlichen Tiefenniveaus.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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