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Injektionsbemessung (Grouting) in Landshut: Baugrundverbesserung nach Maß

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Die Baugrundverhältnisse in Landshut könnten kaum unterschiedlicher sein. Während man in der Altstadt mit ihren gotischen Backsteinbauten oft auf tragfähige Schotterterrassen der Isar trifft, sind die Böden im Westen der Stadt, etwa in Richtung Münchnerau, von teils mächtigen, setzungsempfindlichen Auelehmen und tertiären Feinsedimenten geprägt. Wer hier ein Bauvorhaben plant, steht schnell vor der Frage, wie sich diese Heterogenität wirtschaftlich beherrschen lässt. Eine durchdachte Injektionsbemessung (Grouting) liefert genau dafür den Schlüssel. Bevor jedoch injiziert wird, klärt unser Team den Untergrundaufbau mit Verfahren wie der Sondierung mittels CPT, die gerade in den wechselhaften quartären Ablagerungen der Isar eine präzise Schichtansprache erlaubt. Ergänzend helfen Schürfgruben dort, wo ein direkter Blick auf die Kornstruktur in den oberen Metern sinnvoll ist.

Injektionserfolg misst sich nicht in verpressten Kubikmetern, sondern in der homogenen Verfüllung der maßgebenden Porenkanäle – ein Unterschied, den in Landshut die Geologie diktiert.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die Bemessung von Injektionskörpern folgt in Deutschland den Vorgaben der DIN EN 12715 sowie dem nationalen Anhang des Eurocode 7 (DIN EN 1997-1). In Landshut gewinnt diese Normung eine besondere Relevanz, weil die quartären Kiese und Sande der Isar-Schotterebene häufig mit geringmächtigen, aber hochsensiblen Schlufflinsen durchzogen sind. Ein pauschales Injektionsschema scheitert hier regelmäßig. Stattdessen erfordert die Planung eine differenzierte Analyse des Porengefüges, um das Eindringverhalten der Suspension vorherzusagen – sei es eine klassische Zementinjektion oder ein Feinstbindemittel. Unser Labor ermittelt dafür die erforderlichen rheologischen Eigenschaften und prüft die Rezeptur anhand der örtlichen Bodenproben. Die Abstimmung zwischen Injektionsdruck, Bohrlochabstand und Abbindezeit erfolgt iterativ, sodass der resultierende Verbesserungskörper exakt den statischen Erfordernissen genügt, ohne das umliegende Erdreich unkontrolliert zu verpressen. Gerade bei innerstädtischen Projekten mit empfindlicher Nachbarbebauung ist diese Präzision unverzichtbar.
Injektionsbemessung (Grouting) in Landshut: Baugrundverbesserung nach Maß
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

Der Landshuter Untergrund birgt ein spezifisches Risiko, das viele Planer unterschätzen: Die quartären Isar-Schotter weisen abschnittsweise eine extrem hohe Durchlässigkeit von kf > 1×10⁻² m/s auf. Wird hier ohne vorherige rheologische Bemessung injiziert, läuft die Suspension unkontrolliert ab, erreicht den Zielhorizont nicht und kann im schlimmsten Fall Drainagen oder Keller zusetzen. Ein weiteres Problem stellen die organischen Einlagerungen in den Auelehmen entlang des Isar-Altarms dar. Diese Böden reagieren auf Zementeinbringung mitunter chemisch aggressiv, was die Erhärtung verzögert oder ganz unterbindet. Unsere Bemessung schließt daher stets eine Laborverträglichkeitsprüfung mit dem anstehenden Porenwasser ein. So wird sichergestellt, dass die gewählte Injektionsmittelmischung nicht nur physikalisch eindringt, sondern auch langzeitstabil reagiert.

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Geltende Normen

DIN EN 12715: Ausführung von Injektionsarbeiten, DIN EN 1997-1: Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung, DIN 4093: Baugrund – Einpressungen in den Untergrund, ZTV-ING, Teil 3: Injektionen (bei Ingenieurbauwerken)

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Typische Injizierbarkeit (Kies/Sand)N ≥ 1,0 (nach DIN EN 12715)
ZielsuspensionZementleim, Feinstbindemittel, Silikatgel
Wasser-Zement-Wert (w/z)0,6 – 2,0 (je nach Durchlässigkeit)
Injektionsdruck (primär)0,2 – 1,5 MPa (vor Ort kalibriert)
Wirksamer Verbesserungsradius0,4 – 1,2 m (Marsh-Zeit-abhängig)
Geforderte Druckfestigkeit≥ 2 N/mm² (nach 28 Tagen)
Prüfverfahren FrischmörtelAusbreitmaß nach DIN EN 445

Gängige Fragen

Wann ist in Landshut ein Grouting anstelle eines klassischen Bodenaustauschs sinnvoll?

Sobald die Baugrube tiefer als 3 Meter reicht oder der Grundwasserspiegel der Isar eine geschlossene Wasserhaltung erzwingt, wird Bodenaustausch unwirtschaftlich. In der dichten Altstadtbebauung scheidet er oft wegen des Platzbedarfs aus. Grouting lässt sich dagegen von kleinen Bohrpunkten aus großflächig unter bestehende Fundamente einbringen.

Welche Kostenrahmen sind für eine Injektionsbemessung in Landshut zu erwarten?

Die Planungskosten für eine standortspezifische Injektionsbemessung mit Vorfeldlabor liegen in Landshut typischerweise zwischen €1.260 und €4.060, abhängig vom Umfang der nötigen rheologischen Prüfungen und der Anzahl der zu bemessenden Injektionsabschnitte.

Kann man auch unter historischen Gebäuden in der Landshuter Altstadt injizieren?

Ja, das ist sogar ein klassischer Anwendungsfall. Die Injektion erfolgt mit sehr geringem, reguliertem Druck, um die empfindliche Backsteinsubstanz nicht zu gefährden. Unsere Bemessung legt dabei besonderen Wert auf die Begrenzung der Hebungen und die Wahl eines suspensionsarmen Injektionsmittels.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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