Die Niederbayerische Hügellandschaft mit ihren tertiären Mergel- und Lösslehmböden stellt in Landshut besondere Ansprüche an jede tiefere Baumaßnahme. Gerade entlang der Isar, wo quartäre Kiese auf bindige Schichten treffen, kann ein unüberwachter Aushub innerhalb von Stunden kritische Verformungen entwickeln. Die geotechnische Baugrubenüberwachung liefert hier den entscheidenden Datensatz, der Bauleitung und Tragwerksplaner frühzeitig vor Abweichungen vom prognostizierten Verformungsbild warnt. In Landshut begleiten wir Projekte vom innerstädtischen Wohnungsbau in der Altstadt bis zu Gewerbehallen auf den Terrassenschottern östlich der B15. Die Kombination aus inklinometrischer Verformungsmessung und regelmäßiger Sondierung mittels Rammsondierung erfasst den tatsächlichen Spannungszustand hinter der Verbauwand oft genauer, als es rein analytische Modelle nach DIN 1054:2021-10 allein vermögen. Ergänzend sichern wir die Aussagekraft der Daten durch eine präzise Korngrößenanalyse der anstehenden Schichten, denn die Sieblinie entscheidet über Drainageverhalten und Erddruckbeiwerte.
Eine Verformungsprognose ohne messtechnische Validierung ist in Landshuts heterogenem Isar-Untergrund eine Wette – die Baugrubenüberwachung macht daraus eine berechenbare Größe.



