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Schürfgrube (Sondierbohrung) in Landshut – direkter Bodenaufschluss für präzise Baugrundbeurteilung

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Der Tieflöffelbagger setzt die Schaufel an, fährt den Stiel aus und zieht die erste Lage Auelehm sauber ab – so beginnt in Landshut jede Schürfgrube. Anders als bei rotierenden Bohrverfahren bleibt das Bodengefüge ungestört, die Schichtenfolge ist direkt an der Grubenwand ablesbar. Bei einer typischen Tiefe zwischen 2,50 und 3,80 Metern dokumentieren wir den Aufbau vom Oberboden über den niederbayerischen Lösslehm bis zum Übergang in die quartären Isarkiese. Gerade im Stadtgebiet zwischen Hofberg und Isar, wo die jahrhundertealte Bebauung den Untergrund unberechenbar macht, liefert der offene Aufschluss eine Befundklarheit, die keine indirekte Sondierung ersetzen kann. Für tiefer reichende Fragestellungen kombinieren wir den Aufschluss mit der SPT-Bohrung, sobald die Tragschicht unter 4 Metern ansteht und die Rammsondierung belastbare Kennwerte liefern muss.

Eine Schürfgrube zeigt in 30 Minuten, was eine Rammkernbohrung in 3 Stunden nicht liefert: das ungestörte Gefüge, die wahre Lagerungsdichte und den tatsächlichen Schichtverlauf im Grenzbereich Isarterrasse.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die Isar hat Landshut einen zweigeteilten Untergrund hinterlassen: Während die Altstadt auf einer hochwasserfreien Terrasse mit sandig-kiesigen Deckschichten ruht, dominieren in den tiefer gelegenen Quartieren westlich der Isar feinkörnige Auesedimente mit geringer Tragfähigkeit. Dort treffen wir den Grundwasserleiter oft schon bei 1,80 bis 2,30 Meter unter Gelände – eine Konstellation, die bei jeder Schürfgrube zwingend eine Wasserhaltung erfordert. Die entnommenen gestörten und ungestörten Proben gehen direkt ins bodenmechanische Labor, wo sie auf Kornverteilung, Konsistenzgrenzen und Scherparameter geprüft werden. Parallel dazu setzen wir den Plattendruckversuch ein, sobald die Grubensohle als spätere Gründungsebene dient und ein Verformungsmodul vor Ort gefordert ist. In den Hanglagen um die Burg Trausnitz herum dokumentieren wir zudem die Neigung zur Schichtgrenzvernässung – ein Detail, das in Standard-Baugrundgutachten oft untergeht, aber über Hangstabilität und Drainagebedarf entscheidet.
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Landshut – direkter Bodenaufschluss für präzise Baugrundbeurteilung
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

Niederbayern kennt beides: die spätsommerliche Hitzeperiode, die den Decklehm steinhart backt, und das Dauerregenereignis, das die Grubensohle binnen einer Stunde in eine Schlammwanne verwandelt. In Landshut mit seinen durchschnittlich 800 Millimeter Jahresniederschlag achten wir darauf, dass Schürfgruben im Auebereich nur mit vorgehaltener Pumpentechnik geöffnet werden – eine temporäre Dränage mit Tauchpumpe reicht oft nicht, wenn die Isar Hochwasser führt und der Grundwasserspiegel um 60 Zentimeter ansteigt. Die zweite kritische Größe ist die Arbeitssicherheit: Steilwände im bindigen Lösslehm sehen stabil aus, können aber nach zwei Tagen Austrocknung schalenartig abplatzen. Deshalb wird jede Grube nach Vorgabe der DIN 4124 geböscht oder verbaut, und der Bohrpunkt wird so gelegt, dass keine Altfundamente aus der Landshuter Gründerzeit angeschnitten werden – die findet man hier häufiger, als es die Katasterpläne zeigen.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 22475-1: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahme und Grundwassermessungen, DIN 4023: Baugrund- und Wasserbohrungen – Zeichnerische Darstellung der Ergebnisse, DIN 4124: Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Erkundung und Untersuchung

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Übliche Aufschlusstiefe in Landshut2,50 – 3,80 m (abhängig vom Grundwasserstand)
Grubenabmessung (Regelausführung)1,20 x 1,20 m (Böschungswinkel nach DIN 4124)
ProbenentnahmeGestörte und ungestörte Proben (Zylinder 100 mm, Liner 80 mm)
DokumentationSchichtverzeichnis nach DIN 4022, Fotodokumentation je Schicht
Einsatzgrenze GrundwasserAb 1,80 m unter GOK offene Wasserhaltung erforderlich
Normative GrundlageDIN EN ISO 22475-1, DIN 4023, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2)
Dauer Regelausführung1 – 2 Arbeitstage inkl. Verfüllung und Rückbau

Gängige Fragen

Was kostet eine Schürfgrube in Landshut inklusive Dokumentation?

Für eine normgerechte Schürfgrube mit einer Tiefe zwischen 2,50 und 3,50 Metern, inklusive Baggerstellung, Probenentnahme, Schichtverzeichnis nach DIN 4022 und Fotodokumentation, liegen die Kosten in Landshut üblicherweise zwischen 520 und 690 Euro. Der Preis variiert je nach erforderlicher Wasserhaltung, Verbauaufwand bei beengten innerstädtischen Verhältnissen und der Anzahl der entnommenen Sonderproben.

Bis zu welcher Tiefe ist eine Schürfgrube in Landshut sinnvoll?

Wirtschaftlich und technisch sinnvoll sind Schürfgruben bis etwa 3,50 Meter unter Geländeoberkante. In den Isarauen westlich der Altstadt begrenzt oft der Grundwasserleiter die Tiefe – ab 1,80 Meter unter GOK läuft die Grube voll. Für tiefere Aufschlüsse setzen wir dann auf Rammkernbohrungen oder SPT-Sondierungen, die wir direkt an den in der Grube dokumentierten Schichten anknüpfen.

Wie lange bleibt die Schürfgrube geöffnet und wann wird sie verfüllt?

In der Regel wird die Grube am selben Tag geöffnet, dokumentiert und wieder verfüllt. Bei umfangreicher Probenahme oder wenn der Witterungsverlauf eine Pause erzwingt, kann sich die Offenstandszeit auf zwei Tage verlängern. Die Verfüllung erfolgt lagenweise mit dem Aushubmaterial, verdichtet nach Vorgabe der DIN 4124, sodass die ursprüngliche Geländeoberkante wiederhergestellt wird.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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