In Landshut sehen wir bei Projekten auf den quartären Kiesen der Isar oft, dass die Bauherren die moderate Seismizität unterschätzen. Die DIN EN 1998-1 weist Niederbayern in die Erdbebenzone 1, aber die lokalen weichen Sedimente im Isartal können die Bodenbeschleunigung deutlich verstärken. Gerade bei kritischer Infrastruktur oder mehrgeschossigen Wohnbauten auf den Terrassenschottern lohnt es sich, früh über eine Basisisolierung nachzudenken. Die Erdbebenisolationsbemessung koppelt das Tragwerk vom Untergrund ab und reduziert die einwirkenden Kräfte um ein Vielfaches. Wir kombinieren die seismische Auslegung standortbezogen mit den Ergebnissen aus der Baugrunderkundung mittels SPT-Bohrung, um ein realistisches Antwortspektrum zu modellieren. Ohne diese standortspezifische Zuarbeit bleibt jede Isolationsbemessung eine theoretische Fingerübung. Landshut mit seinen 75.000 Einwohnern wächst stetig entlang der Isarhangleite – das verlangt nach technisch sauberen Lösungen für schwierige Baugrundsituationen.
Ein korrekt bemessenes Isolationssystem senkt die Horizontallasten am Überbau um 60 bis 80 Prozent gegenüber einer konventionellen Gründung.



