Zwischen der Altstadt auf der Isar-Insel und den Hanglagen von Schönbrunn liegen geologisch Welten. Landshut ruht zum Teil auf quartären Flussschottern und Sanden. Zwei Kilometer weiter nördlich dominieren tertiäre Schluffe und Tone die Hügel. Diese kleinräumige Variabilität prägt die Baugrunderkundung in der Region. Wer auf einem Grundstück in der Wolfgangsiedlung mit hohen Tragfähigkeiten rechnet, kann im Münchnerau bereits auf setzungsempfindliche Auelehme stoßen. Der SPT (Standard Penetration Test) liefert hier belastbare Vergleichswerte. Er schafft Klarheit, wo Bodenaufschlüsse allein nicht ausreichen. Die Bewertung der Schlagzahlen N10 und N30 nach DIN EN ISO 22476-3 gibt präzise Auskunft über die Lagerungsdichte rolliger Böden. In bindigen Schichten beurteilen wir damit die Konsistenz. Ergänzend setzen wir den CPT-Versuch ein, wenn feine Wechsellagerungen einen lückenlosen Tiefenaufschluss erfordern.
Die SPT-Schlagzahl ist kein Selbstzweck, sondern ein direktes Maß für die Lagerungsdichte – und damit für die zu erwartenden Setzungen im Landshuter Baugrund.



