Der Baugrund in Landshut stellt Planer regelmäßig vor Herausforderungen. Die Stadt liegt auf den quartären Schotterterrassen der Isar, doch unterhalb der tragfähigen Kiese folgen oft weiche Auelehme und Seeton-Schichten. Wer hier auf Schottersäulen setzt, braucht eine Bemessung, die den Schichtwechsel exakt abbildet. Das Grundwasser steht im Isartal zudem meist nur 2 bis 4 Meter unter Gelände, was die Scherfestigkeit feinkörniger Böden zusätzlich reduziert. Eine zu konservative Annahme treibt die Kosten, eine zu optimistische gefährdet die Standsicherheit. Unsere Bemessung für Landshut verknüpft die lokale Baugrunderfahrung aus über 150 Projekten im niederbayerischen Tertiärhügelland mit den Nachweisverfahren nach Eurocode 7. Ergänzend zur Säulenbemessung klären wir die tatsächliche Schichtlagerung oft mit einer Sondierung mittels Drucksonde ab, weil nur der Spitzendruck den Feinschichtwechsel zwischen Schluff und Kies wirklich auflöst.
In Landshut entscheidet der Ansatz des lateralen Stützdrucks aus dem Auelehm über die Wirtschaftlichkeit der gesamten Säulengruppe.



