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LANDSHUT
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Stützwandbemessung in Landshut – geotechnische Berechnung für tragfähige Hangsicherungen

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Wenn wir in Landshut das Kernbohrgerät auf der Hangkante oberhalb der Isar ansetzen und die ersten Kerne aus dem Tertiärhügelland ziehen, sehen wir sofort, womit wir es zu tun haben: verwitterte Mergel, Lösslehmdecken, darunter oft tragfähige Sande und Kiese der Isarterrassen. Bevor hier eine Stützwand bemessung greifen kann, müssen wir die Schichtgrenzen exakt kennen – jede Unschärfe in der Bodenansprache rächt sich später im Lastbild. In unserer Erfahrung aus Projekten entlang der Hanglagen von Schönbrunn bis Achdorf reicht eine rein schematische Bemessung nie aus. Wir kombinieren die Bohrkernaufnahme vor Ort mit dem Sondierungswiderstand der Rammsonde, um die Lagerungsdichte direkt am zukünftigen Wandfuß zu verifizieren. Die Stützwandbemessung selbst führen wir dann nach DIN EN 1997-1:2009 mit dem nationalen Anhang DIN EN 1997-1/NA:2010, abgestimmt auf die spezifischen Bodenkennwerte, die wir aus unseren Labors in Niederbayern erhalten.

Eine Stützwand in den Isarhängen muss mehr können als Erddruck aufnehmen – sie muss mit wechselnden Wasserständen und quellfähigen Mergeln zurechtkommen, ohne dass der Korpus Risse schreibt.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die DIN EN 1997-1 verlangt für Stützkonstruktionen den Nachweis in den Grenzzuständen GEO-2 und STR – in Landshut kommt erschwerend hinzu, dass die tertiären Böden oft ein ausgeprägtes Quell-Schwind-Verhalten zeigen. Wir erleben regelmäßig, dass eine im trockenen Sommer bemessene Stützwand im nassen Februar plötzlich vor einem völlig anderen Erddruckbild steht. Deshalb legen wir bei der Stützwandbemessung besonderen Wert auf realistische Porenwasserdruckannahmen und eine konservative Wahl des wirksamen Reibungswinkels. Unsere Bemessungsroutine deckt Winkelstützmauern, Schwergewichtsmauern aus Stahlbeton und bewehrte Erdkörper ab. Für Projekte, bei denen die Wand auf wenig tragfähigen Auelehmen der Isar gründen soll, kombinieren wir die Berechnung mit einem Triaxialversuch an ungestörten Proben, um die undränierte Scherfestigkeit cu nicht aus Tabellenwerten schätzen zu müssen, sondern sie direkt zu messen. Die Standsicherheit gegen Grundbruch und Gleiten prüfen wir mit den Teilsicherheitsbeiwerten nach EC 7, wobei wir für den aktiven Erddruck die Wandreibung in Ansatz bringen, sofern die Verdichtung hinter der Wand dies zulässt.
Stützwandbemessung in Landshut – geotechnische Berechnung für tragfähige Hangsicherungen
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

In Landshut sehen wir bei der Sanierung älterer Stützwände häufig das gleiche Schadensbild: horizontale Risse im unteren Drittel des Wandkörpers, verursacht durch ungenügende Verdichtung des Hinterfüllmaterials und den daraus resultierenden Setzungsdifferenten. Bei einer neuen Stützwandbemessung achten wir daher strikt auf einen lagenweisen Einbau des Verfüllmaterials mit mindestens D_Pr ≥ 98 %. Ein zweiter kritischer Punkt ist die Dränage – ohne funktionierende Ringdränage hinter der Wand wird aus jedem rechnerisch sicheren Querschnitt binnen weniger Frost-Tau-Wechsel eine Problemstelle. Gerade in den Hanglagen oberhalb der B11, wo die Isarhochwasser immer wieder die unteren Grundwasserleiter anheben, dimensionieren wir die Dränage bewusst über den Regelquerschnitt der ZTV-Ing hinaus und empfehlen oft eine ergänzende Vertikaldränage am Wandhinterfuß, um Sickerlinien sicher zu fassen.

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Geltende Normen

DIN EN 1997-1:2009-09 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN EN 1997-1/NA:2010-12 – Nationaler Anhang zu EC 7, DIN 1054:2010-12 – Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN EN 1998-5:2010-12 – Gründungen, Stützbauwerke und geotechnische Aspekte (Erdbeben), ZTV-Ing – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Ingenieurbauten

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
BemessungsnormDIN EN 1997-1:2009 + NA:2010
ErddruckansatzAktiver Erddruck nach Coulomb mit Wandreibung
Scherfestigkeit (dräniert)φ' = 27,5°–35° (je nach Quartärkies / Tertiärmergel)
Wichte Boden (erdfeucht)γ = 18–21 kN/m³
Grundbruchsicherheitη ≥ 1,40 (GZ GEO-2)
Gleitsicherheitη ≥ 1,10 (GZ GEO-2)
Zulässige Sohlspannungσ_zul = 150–400 kN/m² (abhängig vom Baugrundgutachten)
Erdbebenzone LandshutErdbebenzone 1 (nach DIN EN 1998-1/NA)

Gängige Fragen

Was kostet eine Stützwandbemessung in Landshut inklusive Baugrunduntersuchung?

Für eine vollständige Stützwandbemessung mit geotechnischem Bericht und Standsicherheitsnachweisen nach EC 7 liegen die Kosten in Landshut je nach Umfang der erforderlichen Felduntersuchungen zwischen €850 und €3.660. Kleinere Projekte mit nur einer Rammsondierung und überschaubarer Wandhöhe bewegen sich am unteren Ende, während umfangreiche Hangbebauungen mit mehreren Kernbohrungen, Triaxialversuchen und komplexen Erddruckberechnungen den oberen Bereich ausschöpfen.

Welche Bodenkennwerte sind für die Stützwandbemessung in den Isarhängen maßgebend?

In den Isarhängen Landshuts dominieren quartäre Terrassenkiese mit guter Scherfestigkeit (φ' um 32–35°) und darunter tertiäre Mergel mit deutlich geringerer Reibung (φ' um 25–28°). Entscheidend ist die genaue Tiefenlage der Mergeloberkante – liegt sie im Bereich des Gleitkreises, bestimmt sie die Bemessung. Wir ermitteln die Kennwerte aus direkten Laborversuchen an ungestörten Proben und nicht aus konservativen Tabellenwerten, was oft wirtschaftlichere Querschnitte ermöglicht.

Muss ich in Landshut mit Erdbebenlasten bei der Bemessung rechnen?

Landshut liegt nach DIN EN 1998-1/NA in der Erdbebenzone 1, was eine geringe bis moderate seismische Gefährdung bedeutet. Für Stützwände mit einer freien Höhe über 4 m oder bei Bauwerken der Bedeutungskategorie III prüfen wir die pseudo-statische Erdbebenlast im Grenzzustand GEO. In den meisten Wohnbauprojekten an den Isarhängen ist der seismische Nachweis jedoch nicht bemessungsrelevant, da die statischen Lasten aus Erddruck und Wasserdruck dominieren.

Welche Dränagemaßnahmen sind bei einer Stützwand in Landshut erforderlich?

Bei den bindigen Deckschichten und Mergeln in Landshut ist eine funktionierende Ringdränage am Wandfuß obligatorisch, ergänzt durch eine Flächendränage an der Wandhinterkante. Wir dimensionieren die Dränage nach dem zu erwartenden Schichtenwasseranfall – in Hanglagen oberhalb der B11 empfehlen wir zusätzlich eine hangseitige Fassungsdränage oberhalb der Wandkrone, um wild abfließendes Oberflächenwasser nach Starkregenereignissen abzufangen, bevor es hinter die Wand eindringen kann.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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