Das Raupenfahrzeug steht auf dem Grundstück, der Hydraulikzylinder fährt aus und die Spitze senkt sich in den Boden. Ein CPT-Versuch in Landshut beginnt genau hier: mit einem 20-Tonnen-Gerät, das die Drucksonde kontinuierlich in den Untergrund presst. Der Messkopf hinter der Kegelspitze erfasst Spitzendruck qc und Mantelreibung fs – zehnmal pro Sekunde, auf jeden Zentimeter genau. Anders als bei Rammkernbohrungen entsteht kein Bohrklein; das Bodenprofil wird direkt aus dem Verhältnis von Spitzenwiderstand und Reibung abgeleitet. In Landshut setzen wir dieses Verfahren seit Jahren ein, vor allem auf beengten innerstädtischen Parzellen, wo die pleistozänen Kiese der Isar-Hochterrasse unter wenigen Metern bindiger Deckschicht anstehen. Bei laufender Sondierung sehen wir live auf dem Monitor, wie die Werte beim Übergang vom Auelehm zum Terrassenkies sprunghaft ansteigen – klare Signale für den Schichtwechsel, die später in die Bemessung von Fundamenten einfließen. Der CPT-Versuch liefert uns pro Sondierpunkt einen lückenlosen Datensatz, den wir noch am selben Tag in ein vorläufiges Baugrundprofil übersetzen.
Mit der Drucksonde erkennen wir in Landshut auf wenige Zentimeter genau, wo die Isarkiese tragfähige Lagerungsdichten erreichen – bevor der erste Bagger anrückt.



