In Landshut sehen wir im Labor immer wieder das gleiche Bild: saubere Bohrkerne aus Fein- und Mittelsanden der Isar-Niederterrasse, die bei Erschütterung plötzlich ihre Tragfähigkeit einbüssen. Die quartären Flusssedimente, die unterhalb von 2,5 bis 4 Metern Tiefe anstehen, sind locker gelagert und wassergesättigt – eine klassische Disposition für zyklische Mobilität. Das Bayerische Landesamt für Umwelt stuft das Isartal östlich der Altstadt in die Erdbebenzone 1 mit Untergrundklasse C ein, was bei Bemessungssituationen nach DIN EN 1998-1 in Verbindung mit dem nationalen Anhang DIN EN 1998-1/NA eine rechnerische Überprüfung des Verflüssigungspotenzials zwingend erforderlich macht. Unser Labor in der Region verarbeitet dabei SPT-Daten aus der SPT-Bohrung ebenso wie CPT-Spitzenwiderstände, um den normativen Nachweis zu führen.
Lockere Flusssande unter Grundwasser sind kein Baumangel, sondern eine gegebene Randbedingung – die Analyse entscheidet, ob verdichtet, verdrängt oder tiefgegründet werden muss.



