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Böschungsstabilitätsanalyse in Landshut: Geotechnische Sicherheit für Hanglagen und Einschnitte

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Die geologischen Verhältnisse Landshuts – geprägt vom Isartal und den flankierenden, teils steilen Hängen des tertiären Hügellandes – stellen spezifische Anforderungen an jede Böschungsstabilitätsanalyse. Die oberflächennah anstehenden Schluffe, Sande und Verwitterungstone der Oberen Süßwassermolasse neigen unter Wassereinfluss zu deutlichem Festigkeitsverlust, was die Standsicherheit natürlicher wie künstlicher Böschungen schnell kritisch werden lässt. Eine Böschungsstabilitätsanalyse nach EC 7 muss diese Wechsellagerung präzise abbilden, um realistische Sicherheitsfaktoren zu ermitteln. In Landshut begleiten wir Bauvorhaben an der Bergstraße ebenso wie Stützbauwerke entlang der Isarhangleite mit labor- und feldbasierten Kennwerten, wobei wir bei schwierigen Untergrundverhältnissen auch die Ergebnisse einer Korngrößenanalyse zur Feinschichtbewertung heranziehen.

Die Restscherfestigkeit toniger Molassesedimente liegt oft unter 12° – ein Wert, der konventionelle Böschungswinkel in Landshut von vornherein ausschließt.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die Stadt Landshut hat in den letzten Jahrzehnten ihre Siedlungsflächen zunehmend in die Hangzonen oberhalb der historischen Altstadt ausgedehnt – man denke an die Wohngebiete um die Moniberg- und Niedermayerstraße. Diese Entwicklung erfordert für jeden Neubau und jede Geländemodellierung eine belastbare Böschungsstabilitätsanalyse, da bereits geringe Eingriffe in das hydrogeologische Gleichgewicht Rutschungen auslösen können. Unser Labor in der Region führt dafür die maßgeblichen bodenmechanischen Laborversuche durch: Rahmenscherversuche zur Bestimmung der Restscherfestigkeit in tonigen Lagen, Triaxialversuche für die wirksamen Spannungspfade und Proctorversuche zur Verdichtbarkeit von Wiederverfüllmaterial. Die Auswertung erfolgt mit Lamellenverfahren nach Bishop oder Janbu, wobei wir die Geometrien aus digitalen Geländemodellen übernehmen und die Grundwasserstände mit lokalen Langzeitmessreihen der Landshuter Pegelstationen abgleichen. Bei komplexen Geometrien mit mehreren Bodenschichten kombinieren wir die rechnerische Analyse mit Felduntersuchungen wie dem Plattendruckversuch, um die Steifigkeit eingebauter Polsterschichten zu verifizieren.
Böschungsstabilitätsanalyse in Landshut: Geotechnische Sicherheit für Hanglagen und Einschnitte
Technische Referenz — Landshut

Standortspezifische Faktoren

Für die feldseitige Erkundung von Rutschungsmassen in Landshut setzen wir auf eine Kombination aus schweren Rammsondierungen (DPH) und Kernbohrungen mit durchgehendem Probenaufschluss. Das DPH-Gerät mit 50 kg Fallgewicht und 50 cm Fallhöhe liefert über die Schlagzahl pro 10 cm Eindringtiefe ein dichtes Tiefenprofil des Eindringwiderstands, aus dem wir bereits im Feld weiche, potenziell scherfugenbildende Horizonte identifizieren können. Die Bohrkernproben aus den Rammkernsondierungen werden direkt auf der Baustelle in Folie eingeschweißt und gekühlt ins Labor transportiert, um den natürlichen Wassergehalt der Landshuter Molasseschichten nicht zu verfälschen. Der kritischste Parameter für die Böschungsstabilitätsanalyse ist der Porenwasserdruckaufbau bei Starkregen – ein Szenario, das wir mit gesättigten Triaxialversuchen und numerischen Sickerströmungsmodellen abbilden, um die Auswirkung auf den globalen Ausnutzungsgrad der Böschung zu quantifizieren.

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Geltende Normen

DIN 4084: Gelände- und Böschungsbruchberechnungen, DIN EN 1997-1:2004 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik – Teil 1: Allgemeine Regeln, DIN 1054: Baugrund – Sicherheitsnachweise im Erd- und Grundbau, DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO 17892: Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
BerechnungsnormDIN 4084 / EC 7 (EN 1997-1:2004)
VerfahrenLamellenverfahren nach Bishop / Janbu
Scherparameter Ton (drainiert)φ' 15–22°, c' 5–15 kPa
Scherparameter Sand (drainiert)φ' 30–35°, c' 0–3 kPa
Durchlässigkeit Schluffkf 1×10⁻⁷ bis 1×10⁻⁹ m/s
BemessungswasserstandHGW nach lokalen Pegeldaten
Geforderte Sicherheit (LF 1)η ≥ 1,25 (DIN 1054)

Gängige Fragen

Mit welchen Kosten muss ich für eine Böschungsstabilitätsanalyse in Landshut rechnen?

Die Kosten für eine Böschungsstabilitätsanalyse in Landshut liegen je nach Böschungsgeometrie, Untergrundkomplexität und erforderlichem Erkundungsumfang zwischen 1.050 € und 4.240 €. Eine einfache Standsicherheitsberechnung für eine Baugrubenböschung mit vorhandenen Bodenkennwerten beginnt bei etwa 1.050 €, während eine vollständige Analyse mit Felduntersuchungen, Laborversuchen und numerischer Modellierung für einen größeren Hang im Isarhügelland bis zu 4.240 € betragen kann. Wir erstellen Ihnen ein detailliertes Angebot nach einer ersten Akteneinsicht und Ortsbegehung.

Welche Normen gelten für den Standsicherheitsnachweis einer Böschung?

Der Standsicherheitsnachweis für Böschungen in Deutschland erfolgt nach DIN 4084 in Verbindung mit dem Eurocode 7 (DIN EN 1997-1:2004) und der ergänzenden DIN 1054. Die DIN 4084 legt die Berechnungsverfahren für Geländebruch und Böschungsbruch fest, während EC 7 die geotechnische Kategorie und die Teilsicherheitsbeiwerte definiert. Die erforderlichen Baugrunderkundungen richten sich nach DIN 4020, die Laborversuche nach der DIN EN ISO 17892-Reihe.

Was unterscheidet die Böschungsstabilität in Landshut von anderen Standorten?

Die tertiären Sedimente der Oberen Süßwassermolasse unter Landshut zeigen eine ausgeprägte Wechsellagerung von Schluffen, tonigen Schluffen und Sandlinsen. Diese Schichten verwittern oberflächennah zu steifen bis halbfesten Tonen, die bei Wasserzutritt rasch erweichen und ihre Scherfestigkeit drastisch reduzieren. Zudem können die Hangwässer aus den sandigen Einlagerungen zu lokalem Porenwasserüberdruck führen – ein Effekt, der in homogenen Böden nicht auftritt und eine detaillierte Schichtaufnahme zwingend erforderlich macht.

Welche Laborversuche sind für die Böschungsstabilitätsanalyse entscheidend?

Die wichtigsten Versuche sind der Rahmenscherversuch zur Bestimmung des wirksamen Reibungswinkels und der Kohäsion, der Triaxialversuch (konsolidiert-drainiert) für die Spannungsabhängigkeit der Scherfestigkeit sowie die Bestimmung der Konsistenzgrenzen nach Atterberg zur Bewertung der Plastizität bindiger Schichten. Bei den Landshuter Molassetonen legen wir besonderen Wert auf die Restscherfestigkeit im Großscherversuch, da diese für die Bewertung reaktivierter Rutschflächen maßgebend ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Landshut und Umgebung.

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