Die Isar hat Landshut nicht nur das Stadtbild geschenkt, sondern auch einen Untergrund, der Planer gerne mal ins Grübeln bringt. Zwischen den Schotterterrassen der Altstadt und den Auelehmen Richtung Münchnerau wechselt die Tragfähigkeit oft auf wenigen Metern. Eine CBR-Studie für den Straßenentwurf ist hier kein Verwaltungsakt, sondern die Grundlage, um den frostsicheren Oberbau wirtschaftlich zu dimensionieren. Wir haben schon erlebt, dass ein auf den ersten Blick homogener Kieskörper im Labor kaum 12 % CBR schaffte – weil die Feinanteile einfach zu hoch waren. Ohne diese Zahlen hätte die Asphaltschicht nach zwei Wintern Risse. Deshalb kombinieren wir die CBR-Prüfung oft mit einer Korngrößenanalyse, damit der Verdichtungsgrad und die Wasserdurchlässigkeit gleich mit dokumentiert sind.
Ein um 2 % zu nasser Einbau kann in den Landshuter Auelehmen 4 Prozentpunkte CBR kosten – das entscheidet über die Dicke der gesamten Tragschicht.



